Homöopathische Mittel und Schüßler Salze haben in den letzten Jahren einen Aufschwung erlebt. Viele Apotheken verkaufen homöopathische Mittel. Vater der Homöopathie ist Arzt Samuel Hahnemann, der im 19. Jahrhundert den Grundsatz prägte: Similia similibus curentur – Ähnliches wird durch Ähnliches geheilt. Hahnemann’s Meinung bestand darin, dass wenn ein Heilmittel ganz bestimmte Krankheitszeichen verursachen kann, es auch eine Erkrankung mit diesen Krankheitszeichen auch heilen kann. Als erstes experimentierte es mit Chinarinde. Dabei bemerkte Hahnemann, dass der Stoff die gleichen Krankheitszeichen wie Malaria hervorrief und somit das passende Medikament für die Therapie von Malaria war.

Die Dr. Schüßler Salze gehören zu den homöopathisch zubereiteten Mineralsalzen. Der homöopathisch behandelnde Mediziner Dr. Wilhelm Heinrich Schüßler, erschuf die Schüßler Salze. Für sein Behandlungsverfahren nutzte er zwölf Salze in homöopathischer Erzeugung . Dr. Schüßler orientierte sich an der Theorie der Zellerkrankungen von Rudolf Virchow und die Forschungen des Arztes Jacob Moleschott. Er war der Meinung, dass Leidenen in erster Linie durch einen gestörten Mineralhaushalt entstehen und leitete daraus ab, dass eine genügende Zufuhr der Zelle mit den vermissten Mineralstoffen den Körper aufleben lässt. Er setzte nur Salze ein, deren Existenz und Grundvoraussetzung im Körper und zellen nachgewiesen war. Dr. Schüßler beschränkte die Salze zunächst auf 12. Schüßler’s homöopathischen Salze erholen und regulieren die Zellmembranen und erschaffen hierdurch erneut ein gesundes Gleichgewicht. Nachdem Dr. Schüßler gestorben war, wurden seine Funktionsmittel noch um weitere 15 Salze erweitert.

Die 12 Schüßler Salze mit den Funktionsschwerpunkten:

Nr. 1 Calcium fluoratum
Nr. 2 Calcium phosphoricum
Nr. 3 Ferrum phosphoricum
Nr. 4 Kalium chloratum
Nr. 5 Kalium phosphoricum
Nr. 6 Kalium sulfuricum
Nr. 7 Magnesium phosphoricum
Nr. 8 Natrium chloratum
Nr. 9 Natrium phosphoricum
Nr. 10 Natrium sulfuricum
Nr. 11 Silicea
Nr. 12 Calcium sulfuricum

Selbst war Schüßler der Meinung, dass seine Therapie "kein homöopathisches" sei, da es beruhe eben nicht auf dem Simile-Prinzip und befasst sich vielmehr mit den physiologisch-chemischen Vorgängen im menschlichen Organismus. Lange Zeit war die Kategorisierung der Schüßler Salze strittig. Am Ende bleibt aber das Ziel gleich. Es geht um die Gesundheit des Verbrauchers..